PD Dr. rer nat. Thilo Hinterberger (Diplom Physiker), geboren am 10.  Juli 1968, studierte von 1990 bis 1996 in Ulm Physik mit Schwerpunkt  Biophysik, Physikalische Elektronik und experimentelle Laserphysik.  Seit 1997 arbeitet er am Institut für Medizinische Psychologie und  Verhaltensneurobiologie der Universität Tübingen und promovierte dort  1999 als Physiker mit der Entwicklung und Optimierung eines Gehirn-  Computer Interfaces. Er habilitierte 2007 sich an der Medizinischen  Fakultät der Universität Tübingen im Bereich Verhaltensneurobiologie  und Neuroinformatik. Nachdem einem zweijährigen Aufenthalt an der  Universität von Northampton wirkt er seit 2008 am Universitätsklinikum  Freiburg im Bereich von Meditation und Neurowissenschaft.  Diese Biofeedback-Schnittstelle, bekannt geworden unter dem Namen  Thought Translation Device (TTD), entwickelte er in den letzten Jahren zu  einem leistungsfähigen und vielseitig verwendeten Feedback-System weiter, das sowohl die  Kommunikation mit vollständig gelähmten Menschen ermöglicht, als auch für zahlreiche andere  Feedbackanwendungen in der Forschung herangezogen wird.  Die Forschungsschwerpunkte liegen im Bereich der Weiterentwicklung des TTD, Integration von  kernel-basierten Klassifikationsalgorithmen, BCI in Kombination mit funktioneller  Kernspintomographie und ECoG, sowie der Entwicklung von Systemen zur Klassifikation und  Feedback von kognitiven und Bewusstseinszuständen.  Die Möglichkeit, die Gehirnsignale live in Musik umzusetzen brachte Projekte wie Brainmusic und  Braindance ins Rollen. Hier schließt sich ein Zielkreis des Ideals, Wissenschaft und Kunst zu  vereinen um neue Möglichkeiten der Bewußtwerdung zu ergründen.  Eine Liste wissenschaftlicher Publikationen findet sich hier.  Das Schönste und Tiefste, was der Mensch erleben kann, ist das Gefühl des Geheimnisvollen.  Es liegt der Religion sowie allem tieferen Streben in Kunst und Wissenschaft zugrunde. Wer  dies nicht erlebt hat, erscheint mir, wenn nicht wie ein Toter, so doch wie ein Blinder. Zu  empfinden, dass hinter dem Erlebbaren ein für unseren Geist Unerreichbares verborgen sei,  dessen Schönheit und Erhabenheit uns nur mittelbar und in schwachem Widerschein erreicht,  das ist Religiosität. In diesem Sinne bin ich religiös. Es ist mir genug, diese Geheimnisse  staunend zu ahnen und zu versuchen, von der erhabenen Struktur des Seienden in Demut ein  mattes Abbild geistig zu erfassen. - Albert Einstein-